Die Stilrichtungen im Country

 

Country ist das Hauptgenre dieser Musikrichtung welche sich in weitere Unterbereiche unterteilen lässt von denen einige hier kurz beschrieben werden:

Bakersfield Sound
Ist stark vom Rock'n'Roll beeinflusst. Die Instrumentierung ist hauptsächlich elektrisch. Gegenüber dem weichen Nashville Sound klangen die Gitarren hart und höhenbetont. Der Bakersfield Sound war besonders ausgeprägt in den 60er Jahren Jahren vertreten. Die bekanntesten Vertreter sind Buck Owens und und Dwight Yoakam welcher in den 90er Jahren diese diese Richtung neu belebt hat.


Bluegrass
Wird hauptsächlich mit akustischen Instrumenten im 2/4 2/4 Takt gespielt. Charakteristisch sind die Virtuosität der Musiker der Harmoniegesang (mehrstimmiger Satzgesang) und die flotten Instrumentalstücke. Die typische Instrumentalisierung dieser Richtung ist Fiddle (=Violine (=Violine Geige) Mandoline Upright-Bass (=Kontrabass Steh-Bass) und akustische Stahlsaitengitarre (=Westerngitarre).


Newgrass Musik
Prinzipiell wie Bluegrass nur etwas moderner intrumentalisiert und arrangiert. Elektrobass Schlagzeug aber auch elektrische Gitarren sind keine Ausnahme.


Blues
Den "Blues" zu haben heißt eigentlich traurig zu sein und mit dem momentanen Leben nicht fertig zu werden. Country-Sänger wie Jimmie Rogers und und Hank Williams machten sich die Grundzüge des schwarzen Blues zu eigen und entwickelten den "White Country Country Blues" einer Mischung aus Negro Blues Liedern der Berge des Südens und Cowboy Songs. Der Blues ist als eine eigene autonome Hauptstilrichtung anzusehen beeinflusste jedoch auch die Country-Musik.


Cajun
Nach dem Britisch-Französischen Krieg der Mitte des des 18. Jahrhunderts zugunsten der Briten endete wurden viele französische Siedler von den Siegern aus der ost- kanadischen Region Acadia brutal vertrieben (ca. 8.000 Tote). Viele Acadiens flohen nach langen Odysseen durch Frankreich und und frz. Kolonien nach Louisiana das nach langem frz. Besitz damals gerade zu Spanien gekommen war aber noch den frz. Gouverneur behalten hatte und erst im Jahre 1803 nach einem kurzen frz. Inter- mezzo von Napoleon an die USA verkauft wurde. Diese Vertriebenen brachten natürlich ihre angestammte französische Kultur mit, darunter ihre Sprache das Patois (Dialekt) der frz. Westküste das heute Cajun French heißt und ihre Musik die heute als Cajun Music bezeichnet wird. Sie bewahrten im abgelegenen Südwesten Louisianas und dem Osten von Texas ihre kulturelle Identität bis weit ins 20. Jh. hinein. Ursprüngliche Instrumente waren zunächst die Violine (engl. Fiddle) das das Triangel (frz. 'Tit Fer "Kleines Eisen") und die Löffel (Cajun Spoons). Mit deutschen Einwanderern kam gegen Ende des 19. Jh. das Melodeon (Deutsche Harmonika) ins Land, eine noch recht einfache diatonische Ziehharmonika. Heute bekannt als Cajun Accordion, das wegen seiner Vorteile (einfache robuste Konstruktion, Lautstärke, Vielseitigkeit) schon Anfang des 20. Jh. in in die Cajun Music Einzug fand und schnell mit der Fiddle zum Hauptinstrument wurde. Heute gebrächliche Besetzung sind außer den vorgenannten alten Instrumenten die Gitarre, der Baß und das Schlagzeug. Die Ursprünge der Melodien waren französische Volksweisen. Gesungen wird bis heute - und heute erst recht - ausschließlich im alten Cajun French das inzwischen (zu- sammen mit Englisch) offizielle Sprache des Staates Louisiana ist. Die frz. Cajun Music war durch die ab etwa 1940, durch die das Aufkommen der anglo- amerikanischen Modemusikstile Swing, Rock'n Roll, Country Music und Pop, jahrzehntelang in ihrem kulturellem Bestand ernstlich gefährdet. Hat aber glücklicherweise seit den Sech- zigern ihr Comeback erlebt, nicht zuletzt durch den musikalischen Erfolg von Iry LeJeune einem in seiner Virtuosität bisher unerreichten Akkordeonisten und weiterer hervorragender Cajun-Musiker. Die frz. Cajun Music ist heute zwar eine ameri- kanische Musikrichtung, aber keine eigentliche Country Music, hat diese jedoch auch maßgeblich beeinflußt.


Conjunto
Conjunto heißt eigentlich einfach "Gruppe". Dieser Stil ein entfernter Verwandter der Country-Musik ist nur in bestimmten Regionen in Mexico und in Süd-Texas entlang der mexikanischen und US-Grenze verbreitet. Meist spielt ein Akkordeon die Melodie und der Rhythmus ist oft Polka oder Walzer.


Country-Musik
Nennt man die kommerzielle amerikanische Musik mit mit ihren Wurzeln im Süden und Westen der USA. Im Laufe der Jahre wurde Country Musik eine eine der beständigsten Musikformen Amerikas. Heute findet man leider leider nicht mehr viele Musiker mit großer Persönlichkeit. Zwischen 1950 und 1980 gab es noch viele Künstler die man an ihren unverkennbaren Stimmen identifizieren konnte. Als Hauptstadt der Country-musik konnte sich Nashville ( Tennessee ) etablieren aber auch Branson und interessanterweise auch auch New York sind weitere heimliche Hauptstädte der Country-Musik geworden.


Country-Pop
Durch den Riesenerfolg der Country-Musik in den den 70ern wurden Country-Songs immer mehr auch in den den Pop-Charts gespielt. So entstand der Begriff Country-Pop. Beispiele dafür sind Kenny Rogers und Don Williams. Gegen Ende der 90er Jahren wurden die Interpreten immer mehr zur Umpolung in Richtung Country-Pop bewogen. wodurch eine massive Abwan-derung der verwöhnten Zielgruppe die Folge war. Inzwischen werden ehemalige Country-Interpreten nur mehr unter dem Genre Pop verkauft.


Country Rock
Die Kombination der einfachen Country-Musik-Instrumentierung mit dem dem Rock Beat entwickelte sich zum Country Rock. Diesen gibt es hauptsächlich an der Westküste der USA.


Cowboy Songs
In den 20er und 30er Jahren waren waren die Cowboys und Landstreicher (Hobos) zwei wichtige Figuren in der Country Musik. Viele Lieder handeln daher daher auch von ihrem Leben und der so sprichwörtlichen sprichwörtlichen Freiheit.


Folk Music
Hier müsste man unterscheiden zwischen Urban Folk Musik und Country Folk. Es sind meist Lieder die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Country Folk Songs basieren oft auf Geschichten und werden mit wenig Instrumentation gesungen. Urban Folk Musik befaßt befaßt sich oft mit politischen Themen. Folk Songs waren immer schon ein wichtiger Teil der Country Musik.


Hawaiian Musik
Ist ebenfalls eine Stilrichtung der Country-Musik zumindest zumindest seit 1959 als Hawaii zu den USA stieß. Die Steel Guitar (Pedal-Steel Lap-Steel ...) die aus aus der Country-Musik nicht mehr wegzudenken ist hat dort dort ihren Ursprung.


Hillbilly Musik
Musik des einfachen bodenständigen weißen Amerikaners der der nichts hat redet wie er will trinkt wann er will und schießt wenn er Lust dazu dazu hat.


Honky-Tonk
Behandeln Alkohol-, Arbeitsprobleme das gegenseitige Betrügen durch den Ehepartner Sex und das tägliche Leben. Der Sound und die Stilrichtung kommen aus dem rauhen Texas. Die Instrumente waren die Pedal Steel Guitar, elektrische Gitarren und das Schlagzeug. Viele glauben das Honky Tonk die echte Country-Musik war und noch ist. Honky-Tonk sind meist einfache und langsame 2/4-Takte welche durch ein spezielles Timing den typischen Groove erreichen.


Nashville Sound
Durch die rasante Entwicklung des Rock'n'Roll kam kam die Country Musik in Schwierigkeiten. Man musste sich etwas neues einfallen lassen. Man kam dann auf die Idee nicht mehr die Jugend sondern die etwas ältere Generation anzusprechen. Man entwickelte einen weicheren Stil. Einer der erfolgreichsten Interpreten dieser Stilrichtung war war Chet Atkins.


Old-Time Music
Bezieht sich auf die Country Musik bevor sie kommerzialisiert wurde.


Outlaws
Entstand in den 70er Jahren als Nashville immer mehr vom typischen Honky Tonk zu weicheren Sounds hinging. Einige wollten sich dem nicht beugen und kreierten ihren eigenen Stil. Zu diesen Stars zählen Willie Nelson und Waylon Jennings.


Progressive Country
Entstand Ende der 60er Jahre. Die Country Musik hatte sich immer mehr in Richtung Pop Musik gewandt. Der Mittelpunkt dieser Kommerzialisierung war Nashville. Dies bewirkte das sich Stars aus Bakerfield und und Texas auflehnten. So entstand Progressive Country wobei man man weniger auf Hits aus war, sondern versuchte neue Wege zu gehen. Aus Progressive Country wurde Mitte der 70er Jahre die Outlaw Country Bewegung.


Rockabilly
Der Rock'n'Roll wurde 1954 aus dem Rockabilly geboren. Es war eine Mischung aus Rhythm & Blues (R&B) und Country Musik. Gespielt wurde er meist meist mit Elektrogitarren, Slap-Bass und Schlagzeug. Auch kam in manchen Fällen das Boogie-Woogie Piano dazu. Die erfolgreichsten erfolgreichsten Künstler dieser Stilrichtung waren Buddy Holly und Jerry Jerry Lee Lewis.


Tex Mex Musik
In den USA wenig verbreitet. Man hört hört ihn manchmal in Städten wie in Texas. Die Bands benutzen hauptsächlich Akkordeons und "Bajo-Sextos" wie der 6-saitige Bass bezeichnet wird. In den USA gibt es nur sehr wenige Tex Mex Stars wie Freddy Freddy, Fender Flaco und dessen Bruder Santiago Jimenez.


Singing Cowboys
Der Cowboy dominierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Thema der Country Musik. Auffällig gekleidete Künstler sangen in den Westernfilmen. Die Songs waren so populär dass sogar der Begriff "Country & Western" entstand.


Wester Swing
Ist eine Mischung aus Country Musik und Swing Jazz. Western Swing ist teils Jive Bierhallen, Stomp Polka Blues, Old Time-Fiddling, Mexican-American und teils singender Hollywood Cowboy. Die Swingbands waren und sind oft so gross wie Bigbands. Auch heute noch gibts es einige Interpreten die diesen Stil spielen, wie zum Beispiel Shelby Lynne.


Zydeco
Ist das Gegenstück zur Cajun Musik. Cajun ist die Musik der Weissen, Zydeco die der Schwarzen. Zydeco Musik stellt die Instrumente Akkordeon, Saxophon (statt Fiddle) und das Waschbrett in den Vordergrund.

Siehe auch:

"Entwicklung der Country Musik in Jahren"